Filmkritik und Special Screening: Die Eiskönigin 2

Das endlose Warten hat ein Ende. Sechs Jahre nach Disneys Ausnahmeerfolg Die Eiskönigin – Völlig unverfroren kam am 20. November 2019 die langersehnte Fortsetzung in die deutschen Kinos. Es erwartet uns ganz viel Magie, unschlagbarer Humor, vor allem aber etwas völlig Neues!

Die Spekulationen waren enorm: Spielt Die Eiskönigin 2 in der selben Liga wie der erste Teil? Hat die Musik ebenfalls das Potenzial für tausendfache Ohrwürmer? Die Hoffnung war groß, denn bereits im Vorverkauf wurden sagenhafte 160.000 Tickets verkauft. Noch nie wurden in Deutschland so viele Tickets für einen Disney Animationsfilm bereits vor Kinostart verkauft. Rekord! Ob meine persönlichen Erwartungen erfüllt wurden? Lest selbst. :)

“Into the unknown” – Elsa, Die Eiskönigin 2

Filmposter “Die Eiskönigin 2” © 2019 Disney
Die Story

Elsa und Anna leben gemeinsam mit Kristoff, Sven und Olaf ein glückliches Leben in Arendelle. Doch eines Tages hört Elsa eine rätselhafte Stimme, die sie gezielt aus der Ferne anzulocken scheint. Die Rufe erinnern Elsa an eine alte Geschichte, die ihr Vater erzählt hat, als die Schwestern noch kleine Kinder waren. Sie handelt von einem längst vergessenen Volk namens Northuldra, das einst mit Arendelle im Krieg war. Elsa folgt den geheimnisvollen Rufen und trifft mit ihren treuen Begleitern Anna, Kristoff, Sven und Olaf auf ebendieses Volk. Es beginnt eine abenteuerliche und gefährliche Reise, die vor allem in die Vergangenheit und zu den Ursprüngen von Elsas magischen Kräften führt.

Das langersehnte Wiedersehen fühlt sich unglaublich vertraut an. Elsa und Co. bei Die Eiskönigin 2 auf der Leinwand wiederzusehen, ist wie alte Freunde zu treffen. Haben sie mich doch (und Millionen weitere Fans) in den letzten sechs Jahren auf Schritt und Tritt verfolgt. Sie sind nun deutlich erwachsener, aber dennoch ganz die Alten. Und eins ist sicher: Geschwisterliebe und das tiefe Band der Familie stehen wieder im Mittelpunkt.

Ein magisches Meisterwerk

Magie ist in der Welt von Disney keinesfalls etwas Neues, aber was Peter Del Vecho (Produzent) sowie Jennifer Lee und Chris Buck (Regie) an Magie rausgehauen haben ist einzigartig. Einen derartig zauberhaften Film (im wahrsten Sinne des Wortes) hat es im Hause Disney selten gegeben! Ein verschwundener Wald, magische Wesen, ein geheimnisvoller Fluss, Zauberkräfte – der Fantasie wurden kaum Grenzen gesetzt. Selbst vor einem komplett aus Wasser bestehendem Pferd, dem Nokk, wurde kein Halt gemacht. Es ist ein einzigartiges und derart kreatives Wesen, das vor allem hinsichtlich der Animationskünste sprachlos macht.

Magie hat eine verführerische Macht.” – Grand Pabbie, Die Eiskönigin 2

Nokk und Elsa © 2019 Disney
Eine Augenweide der Animationskünste

Dass sich Walt Disney Pictures in Sachen Animation immer und immer wieder selbst übertrifft, muss man eigentlich gar nicht mehr erwähnen. Sämtliche Erwartungen, und die sind mittlerweile echt hoch, werden immer und immer wieder übertroffen. So auch bei Die Eiskönigin 2. Neben all der Magie und der fantastischen Wesen haben die Bilder einfach umgehauen. Wasser, Wind, Eiskristalle, Steinriesen – genug Stoff, um sich auszutoben. Mein Kopf verarbeitet noch heute das Gesehene! Als großer Herbstfan hat mich außerdem die Farbenpracht der Herbstwälder und die Animation der zahllosen Blätter in den Bann gezogen. Die warmen Rot- und Orangetöne, die sich neben dem Blasslila von Elsas Kleid durch den gesamten Film ziehen, sind eine reinste Augenweide. Kurz und knapp: Wow!

Der geheimnisvolle Wald © 2019 Disney
Eine Geschichte mit Tiefe und ganz viel Humor

Die Storyline von Die Eiskönigin 2 ist unglaublich komplex und vor allem sehr erwachsen, kein Vergleich zu dem eher einfachen Handlungsstrang von Die Eiskönigin – Völlig unverfroren. Es werden sehr tiefe, fast schon esoterische Themen angesprochen, was ich eine wirklich gelungene Richtung finde.

“Elsa ist eine mythische Frau, die alle unsere seelischen Wunden in sich trägt – für uns! Sie kämpft wie ein Teenager für ihr Glück! Sie hat Kraft, ist aber auch verwundbar.”

Jennifer Lee (Regie)

Auch der Humor überrascht mich völlig. Bisher war ich, um ehrlich zu sein, kein sehr großer Olaf-Fan (Oh Gott, ich habe das lang gehütete Geheimnis preisgegeben. Ich muss lebensmüde sein). Aber bei Die Eiskönigin 2 hat mich Olaf völlig vom Kinosessel gehauen. Was hab ich über ihn gelacht! Ein sagenhafter Humor, der sowohl Kinder als auch das erwachsene Publikum abholt. Aber auch Kristoff hat seinen 90er Jahre Boygroup-Moment. Ganz großes Kino! (Hinweis: Unterwäsche werfen könnte im Beisein des eher jungen Publikums eher unangemessen sein.) An Tiefgründigkeit und Humor fehlt es dem Sequel keinesfalls. Well done, Disney!

Anna und Olaf © 2019 Disney
Aber etwas Hans muss ich leider auch sein…

…denn ich habe nämlich auch ein bisschen was auszusetzen. Die Eiskönigin – Völlig unverfroren war für mich ein Komplettpaket aus einer geradlinigen, zauberhaften Story, tiefen Emotionen und wunderschönen (und manchmal auch ganz schön nervigen) Ohrwürmern. Nicht umsonst ist er mit 1,2 Milliarden US-Dollar auf dem ersten Platz der Animationsfilme mit dem höchsten Einspielergebnis! Bei Die Eiskönigin 2 fehlt mir jedoch leider genau dieses Gefühl. Der Soundtrack stammt auch dieses Mal größtenteils vom Komponisten-Erfolgsduo und Oscarpreisträgern (u. a. für “Let it go“) Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez und ist wie gewohnt absolut gelungen. Aber dennoch reicht die Musik dem ersten Teil nicht das Wasser. Zumal ich sogar “Wo noch niemand war” überhaupt nicht gern mag. Leider auch nicht als Endcredit-Song von Mark Forster. Sorry! Macht mich selbst ganz traurig, weil es sicherlich auch Mark traurig macht. ;)

Mark Forster © 2019 Disney

Zudem hat Die Eiskönigin 2 für einen Film mit einer Länge von 103 Minuten in meinen Augen fast schon zu viele Wendungen und Richtungen, die eingeschlagen werden. Er wirkt sehr überladen, als müsse man schnell alles loswerden, was man unbedingt noch unterbringen möchte. Keine Zeit zum Luftholen! Mal ganz abgesehen von meinem Köpfchen, finde ich ihn besonders für Kinder etwas zu komplex und mit der FSK 0 an einigen Stellen tatsächlich auch ziemlich düster. (Wobei es den Kids vermutlich völlig egal ist, ob sie inhaltlich alles verstehen. Hauptsache die Crew aus Arendelle ist zurück! Uuund es gibt endlich neue Frisuren, die man den Kleinen für die Kita/Schule flechten kann. Halleluja).

Wie kommt ihr damit klar, dass die Komplexität unseres Denkens mit zunehmendem Alter immer höher wird?” – Olaf, Die Eiskönigin 2

Besteht die Möglichkeit, dass ich mich nach meiner Kritik vor Shitstorm rette, indem ich noch schnell schreibe, dass Olaf wirklich wirklich grandios ist? ;)

Der heimliche Held: Olaf © 2019 Disney
Fazit

Die Eiskönigin 2 ist ein zauberhafter, ein völlig neuer Film, den es in diesem Stil noch nicht gegeben hat. Trotz der Spielfilmlänge fliegt er unfassbar schnell und unterhaltsam vorbei – eh man sich versieht, ist er auch schon wieder zu Ende!

“So wird’s immer sein, dass die Zeit viel zu schnell verfliegt.” – Die Eiskönigin 2

Beide Teile sind so gänzlich verschieden, dass man sie im Grunde gar nicht vergleichen dürfte. Dennoch kommt Die Eiskönigin 2 meines Erachtens nicht an den Kultcharakter des ersten Teils ran, wenn auch die Musik wunderschön und der Humor sogar um Längen besser ist als beim ersten Teil (und noch mal: Ein Hoch auf Olaf!).

Weil Die Eiskönigin – Völlig unverfroren nun mal die Messlatte so unglaublich hoch gesetzt hat, ist meine Kritik reinstes Meckern auf ganz hohem Niveau. Schlussendlich ist Die Eiskönigin 2 ein fantastischer und bildgewaltiger Familienfilm, den es sich wirklich zu schauen lohnt. Also ab ins Kino, so lange er noch läuft! Ich vergebe zauberhafte 3,5 Mickey Mäuse.

Special Screening von Die Eiskönigin 2 in München

Ich hatte die große Ehre von The Walt Disney Company Germany und Frandly PR zu dem Special Screening von Die Eiskönigin 2 nach München in die Astor Filmlounge im ARRI am 18. November 2019 eingeladen zu werden. Was für ein unglaubliches Event!

Special Screening “Die Eiskönigin 2” © 2019 Disney
Mit meiner Begleitung, der Instagram-Back-Bloggerin “Sandy_makes_candy” © 2019 Disney
Ein Abend voller Zauber

Ich liebe gelungene Dekoration und glaubt mir, die Dekoration vor Ort war mehr als das! Herbststräuße in Farben, die sich durch den gesamten Film ziehen, Anna und Elsa-Luftballons und Pappaufsteller ohne Ende. Ich hatte keine Ahnung wo ich zuerst hingucken sollte. Ich hätte am Liebsten alles mitgenommen – in meinem Handgepäckkoffer! Mein Mann hätte sich gefreut, nachdem ich schon bei dem Toy Story 4-Screening ein riesiges Pappschild (im Smart) mitgenommen habe (Filmkritik zu Toy Story 4 hier). Aber zweieinhalb Stunden in dieser Traumkulisse, bei einem leckeren Buffet und einer mehr als prominenten Gesellschaft, sollte doch eigentlich genügen (ich Gierschlund). ;)

Dekoration © 2019 Disney
Dekoration © 2019 Disney

Es war ein unglaublicher Abend! Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich neben all den Größen eingeladen wurde. Ebenfalls zu Gast waren nämlich u. a. Mark Forster, Ana Johnson, Lara Loft, Sabrina Weckerlin, Betty Taube-Günter, Anna Wilken, Pia Tillmann, Aaron Troschke, die Blogger und Instagramer Tanja von “FrauHoelle”, Ines von “Itsonlylove” und Judy von “Judysschokoladenseite” und noch so viele mehr… Und noch viel verrückter finde ich, dass ich mit dem Einen oder Anderen etwas plaudern konnte. So weiß ich nun, dass es für Youtuberin und Synchronsprecherin Lara Loft (Stimme von Honeymaren bei Die Eiskönigin 2) immer wieder komisch ist, ihre eigene Stimme in Filmen zu hören, dass Musical-Star Sabrina Weckerlin (Gesang von Elsas Mutter Königin Iduna von Arendelle) selbst ein ganz großer Fan von Die Eiskönigin 2 ist (und ich von ihr!) und dass die Schauspielerin Pia Tillmann findet, dass man dank Disney ewig jung bleibt.

Gekrönt wurde der zauberhafte Abend mit dem Screening von Die Eiskönigin 2. Schöner hätte der Abend nicht sein können.

Pure Dankbarkeit!

So ist es! Ich bin unendlich dankbar, ein ganz kleiner Teil solch eines großen Events sein zu dürfen. DANKE an The Walt Disney Company Germany und an Frandly PR für die Einladung. Ich kann mein Glück kaum fassen! Mein Disney-Herz springt Purzelbäume.

“Liebe, sie öffnet Türen.” – Anna, Die Eiskönigin

Und jetzt ihr!

Ich habe es gewagt einen Film (in kleinen Teilen) zu kritisieren, der bei dem Großteil extrem gut abgeschnitten hat. Werde ich jetzt zu den Südlichen Inseln verbannt? Habe ich noch eine Disney-Daseinsberechtigung? Gibt es vielleicht sogar jemanden dort draußen, der meine Meinung teilt? Was haltet ihr von dem Film? Schreibt es doch in die Kommentare. Ich bin so gespannt!

Eine eisige, magische, zauberhafte Umarmung,
S.

Rezept: Eiskönigin-Cake Pops

Als die Anfrage von Disney Deutschland und Frandly PR eintrudelte, ob ich mir vorstellen könne, etwas Leckeres im Eiskönigin-Design zu backen, musste ich lachen. Laut lachen! Ich und backen? Pahaa. Ich kann nur Teig naschen und darin bin ich wirklich einsame Spitzenklasse. Aber dann kam mir eine Idee…

Meine beste Freundin Sandy (optisch vergleichbar mit Belle, vom Typ her aber eher ein Olaf) liebt es zu backen. Das Schleckermäulchen, das auch noch den Spitznamen Cinderella trägt, weil sie die hohen Gesangstöne der Mäuse trifft (kein Witz), macht vor allem wunderschöne Torten, die zudem unglaublich lecker sind. Sie hat bereits sämtliche Geburtstagstorten für meine Familie und sogar die Hochzeitstorten meiner Schwester übernommen. Wenn sie etwas kann, dann backen (und Flickflack – das sollte keinesfalls unerwähnt bleiben). Es war also naheliegend, dass sie mich bei diesem zuckersüßen Projekt unterstützen muss.

Eiskönigin-Cake Pops

Damit ich Anti-Bäckerin auch hinterherkomme, haben wir uns für ein relativ einfaches Gebäck entschieden – Cake Pops. Bekomme selbst ich hin! Und vor allem konnte ich meiner Kreativität bei der Dekoration freien Lauf lassen.

Neben dem Dekorieren hat mir vor allem das Shoppen der Deko Spaß gemacht. Es gibt Shops ausschließlich für Backzubehör. Was es nicht alles gibt! An all meine Berliner unter euch: Schaut mal bei BakeRoom vorbei. Ein Naschkatzen-Schlaraffenland. Da bin selbst ich als Back-Nichtskönner ausgeflippt.

Backzubehör von BakeRoom

Ihr wollt unsere Cake Pops im Eiskönigin-Stil backen? Hier das Rezept:

Zutaten
für ca. 30-40 Cake Pops

Basisteig
250 g weiche Butter
200 g Zucker
4 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
etwas Vanillearoma

Frosting
75 g weiche Butter
125 g Frischkäse
100 g Puderzucker
3 TL Zironensaft
3 EL Zitronenschale (unbehandelt)

Dekoration
weiße und blaue Kuvertüre (oder Schmelzdrops)
Streudeko (z. B. Schneeflocken, Glitter, Eiskristalle etc.)
Cake Pop-Sticks

Zubereitung
Zunächst den Backofen auf 180°C vorheizen.

Der Basisteig

  1. Zunächst werden die Butter und der Zucker für den Basisteig mit einem Handrührgerät ca. 5 Minuten cremig geschlagen. Nach und nach die Eier sowie das Vanillearoma hinzugeben und weiter rühren, bis eine cremige Masse entsteht.
  2. Mehl, Backpulver und Salz in einer weiteren Schüssel vermengen und anschließend in die Buttermasse sieben und gut verrühren.
  3. Teig in eine gefettete Kastenform geben, ca. 45 Minuten backen. Anschließend völlig auskühlen lassen.

Das Frosting

  1. Butter und Frischkäse cremig schlagen und anschließend Puderzucker, Zitronensaft und die abgeriebene Zitronenschale hinzufügen und vermengen.
  2. Dunkle und harte Stellen vom Basiskuchen abschneiden, den restlichen Kuchen zerbröseln und mit dem Frosting vermengen.
  3. Aus dem Teig werden nun ca. 3-4 cm große Kugeln geformt, die auf einen oder mehrere Teller gelegt werden
  4. Die Teller mit den Teigkugeln zum Auskühlen etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Die Dekoration

  1. Kuvertüre/Schmelzdrops im Wasserbad oder vorsichtig in der Mikrowelle erhitzen, die Stiele in die flüssige Masse tauchen und anschließend jeweils einen Stil in die Kugeln stecken.
  2. Anschließend werden die Cake Pops komplett eingetaucht und so lange vorsichtig zwischen den Händen hin und her gedreht, bis nichts mehr tropft. 
  3. Sofort mit der Deko bestreuen, damit sie an der Flüssigen Masse haften bleibt.
  4. Anschließend zum Trocknen auf den Teller stellen.

Tausend Dank, Freundin, für deine Unterstützung. Die Cake Pops sind nicht nur wunderschön, sondern auch unglaublich lecker geworden. Zumindest das, was vom Teignaschen übrig geblieben ist. 30 Cake Pops waren es bei uns lange nicht. :) Schaut doch mal auf Sandys Instagram Account vorbei. Ihr findet sie unter Sandy_makes_Candy.

Sind eure Cake Pops gelungen? Haben sie geschmeckt? Bitte lasst es mich unbedingt wissen. Postet doch gern eure Bilder auf Instagram oder in den Stories und verlinkt mich gern darauf.

Ab 20. November 2019 läuft die langersehnte Fortsetzung Die Eiskönigin 2 in den deutschen Kinos. Werdet ihr Die Eiskönigin 2 schauen? Wie ist eure Erwartungshaltung? Schreibt es gern in die Kommentare.

Frostige Grüße

S.

Filmkritik: Der König der Löwen (2019)

Die ersten Töne von Der König der Löwen erklingen und man fühlt sich augenblicklich in die afrikanische Savanne, aber vor allem in die eigene Kindheit zurück versetzt. Ein Lied, das jeder kennt, das jeder mit Der König der Löwen verbindet: “Nants ingonyama bagithi Baba Sithi uhm ingonyama.” Es bedeutet in der afrikanischen Sprache Zulu so viel wie “Hier kommt der Löwe, Vater, oh ja, es ist ein Löwe.” Ein Lied mit einer einfachen Bedeutung aber einer umso größeren Wirkung. Zugegeben, den Text singt wohl jeder wie er möchte. In meiner Familie lauten die ersten Töne: “Aaaaaaah Svenjaaa…” Vermutlich, weil meine Schwester Svenja heißt. Im Kindesalter waren wir uns so sicher, dass der Song von ihr handelt. Das denkt meine Tochter übrigens nun auch. Aber egal welchen Text wir uns alle zusammenreimen, das Lied hat bei nahezu jedem den gleichen Effekt: Gänsehaut am ganzen Körper. Und man kann rein gar nichts gegen die unbändige Kraft der Musik unternehmen.

Seit dem 17. Juli 2019 läuft die computeranimierte Neuverfilmung von Disneys Der König der Löwen in den deutschen Kinos und in diesem Beitrag erfahrt ihr, warum es sich durchaus lohnt, ihn zu schauen.

DER KÖNIG DER LÖWEN © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
Musik, die in den Ohren bleibt

Der Soundtrack von Der König der Löwen (1994) war einer der erfolgreichsten und in meinen Augen bzw. Ohren schönsten Soundtracks aller Disney Meisterwerke. Sowohl die gigantische Filmmusik von Hans Zimmer als auch die Lieder von dem Erfolgsduo Elton John und Tim Rice hängen noch heute wie Kletten in meinen Ohren und wurden völlig zu Recht 1995 mit dem Oscar für die “Beste Filmmusik” und dem “Besten Filmsong” (Can You Feel the Love Tonight) ausgezeichnet. Welch ein Glück wurde das Niveau in der neuen Version von 2019 (zumindest in der Originalfassung) gehalten. Der Gesang von Beyoncé (Nala) und Donald Glover (Simba) hat mich von den Socken gehauen! Als der erste gemeinsame Ton von Can You Feel the Love Tonight (Kann es wirklich Liebe sein) ertönte, wusste ich nicht wohin mit mir. Ich hatte bezüglich des englischsprachigen Soundtracks sehr hohe Erwartungen aber mit dieser Perfektion habe ich nicht gerechnet! Ähnlich erging es mir bei Hakuna Matata. Schon damals mochte ich die Szene gern, aber sie hat mich nie gänzlich umgehauen. Bei dem Animationsfilm war es völlig anders: Sobald der Gesang des erwachsenen Simbas bei Hakuna Matata erklang, brachen bei mir völlig die Emotionen aus. Ich habe gestrahlt, geweint, gelacht… Ich war völlig überrascht. Nicht zuletzt wegen der sagenhaften Stimme von Donald Glover!

DER KÖNIG DER LÖWEN – Donald Glover und Simba. © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
DER KÖNIG DER LÖWEN – Nala und Beyoncé Knowles-Carter © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Ich muss jedoch an dieser Stelle meiner Lobeshymne auf musikalischer Ebene ein Ende bereiten: Der beste Bösewichtsong aller Zeiten, Seid bereit (Be Prepared) von Scar, wurde nämlich dermaßen verhunzt, dass mir leider wirklich die Worte dafür fehlen. Was im Original ein Gänsehautsong größter Güte ist, schafft es bei der Neuverfilmung nicht einmal zu einem “ganz netten” Song. Er wurde mit einer Länge von gerade mal zwei Minuten stark gekürzt, was im ersten Augenblick wirklich schade erscheint. Da Scar ihn diesmal jedoch eher mit einem trägen Sprechgesang performt, dem es völlig an Drama fehlt, war die Entscheidung ihn einzukürzen vermutlich gar nicht so verkehrt. Ebenso enttäuschend ist, dass er leider nicht einen der unfassbar lustigen, fast schon kultigen Dialoge zwischen Scar und den Hyänen enthält. Das war nichts, Disney! Völlig daneben! Deplatziert war im Übrigen auch Beyoncés neuer Song Spirit. Der Soundtrack strotzt nur so vor afrikanischen Klängen und wunderschöner und vor allem passender Musik. Da könnte ein derartiger Popsong kaum störender sein. Stattdessen hätte man getrost He lives in you von Der König der Löwen 2 (bin ich die Einzige, die findet, dass es ein furchtbar unterschätzter Disneysong ist?) oder aber Shadowland vom KDL-Musical einbinden können. Das hätte den Soundtrack rund gemacht.

“Ui toll, vergib mir, wenn ich vor Freude nicht in die Luft springe – ich hab’s im Kreuz, weißt du?” – Scar

Zeichentrick wird zum Leben erweckt

Neben dem (größtenteils) sagenhaften Soundtrack hat selbstverständlich wieder einmal die atemberaubende Animation überzeugt. Wenn man während des Films immer wieder denkt, man steckt inmitten einer Tierdokumentation und wenn man sich zwischenzeitig dabei erwischt, dass man sich wundert, warum Tiere reden können, dann ist es wieder einmal Zeit, seinen Hut vor Disney und einem weiteren Quantensprung der Animationskunst zu ziehen. Nichts weiter. Verbeugen und Hut ziehen! Bravo! Zudem hat man teilweise den Eindruck, als hätte man den Tieren eine Actionkamera umgebunden, was eine noch viel größere Nähe zum Film verleiht. Hallo, Sharina, aufwachen! Der Film ist komplett animiert. Da rennt kein Tier mit GoPro auf dem Kopf umher!

DER KÖNIG DER LÖWEN – Zazu und Simba © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
DER KÖNIG DER LÖWEN – Rafiki © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Erwachsen, realistisch, humorvoll

Die Umsetzung des aktuellen Der König der Löwen ist unglaublich erwachsen und sehr realistisch. Okay, in der realen Welt können Löwen nicht reden und auch Warzenschweine können ganz sicher nicht singen, aber darüber hinaus wurden unglaublich realistische Szenarien, Bewegungen und Reaktionen umgesetzt. Simba wird zum Beispiel nicht bei I just can’t wait to be king (Ich will jetzt gleich König sein) von kunterbunten Giraffen rumgeworfen, die Pop-Art-Nashörner bilden keine abgefahrenen Tanzformationen und auch Simba schwingt sich nicht bei Hakuna Matata mit einer Liane ins kühle Nass. Würde man vermutlich auch nicht all zu häufig in der Savanne sehen. Das macht den Film umso erwachsener, realistischer, eben wie eine Dokumentation – nur eben mit Gesang. Klingt das logisch? ;)

Auch sind Tiere im wahren Leben sicherlich nicht so humorvoll (obwohl, wer weiß? Schon mal Disneys Die Wüste lebt gesehen?) aber der Witz des Films ist dafür umso großartiger. Timon (Billy Eichner) und Pumbaa sind der Brüller! Vor allem Seth Rogen hat für Pumbaa eine hervorragende Synchronisation abgeliefert. Und auch Zazu (John Oliver), der eigentlich für seine steife und fast schon nervig erwachsene Art bekannt ist, sorgt für den ein oder anderen Lacher.

DER KÖNIG DER LÖWEN – Simba, Timon und Pumbaa © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
Emotionen? Mehr oder weniger!

Ich wurde emotional gecatcht. Immer und immer wieder! Aber in erster Linie lag es bei mir tatsächlich an der Musik, die durch Mark und Knochen geht. Ob es der Film auch ohne den Soundtrack geschafft hätte, mich emotional mitzureißen, kann ich nicht genau sagen. Fakt ist, dass ich bei Szenen gerührt war, die mich zuvor emotional nie abgeholt haben. Deshalb fällt es mir schwer, das Emotionschaos bei der Neuverfilmung richtig zu ergründen. Fest steht jedoch, dass ich seltsamerweise auch diesmal den Tod von Mufasa nicht so erschütternd finde, wie manch eine andere Szene. Scars Geständnis bezüglich des Mordes von Mufasa ist dennoch nach wie vor eines der übelsten und markerschütterndsten Zitate im Disney-Universum:

“Ich tötete Mufasa!” – Scar

Fazit

Ich persönlich bin ein großer Fan davon, bei Disneys Neuverfilmungen mit neuen Handlungssträngen, veränderten Charakteren oder neuen Twists überrascht zu werden. Ich finde es super, dass Jasmin in Aladdin (2019) ein noch viel selbstbewussterer und stärkerer Charakter ist als im Original. Oder dass Cinderella (2015) visuell völlig neu umgesetzt wurde. Solche Überraschungen fehlten völlig bei Der König der Löwen (2019), denn er wurde nahezu 1:1 vom Original übernommen. Ein Zeichentrick, der zum Leben erweckt wurde! Dennoch ist er gelungen, keine Frage. Er ist lustig, atemberaubend animiert und an vielen Stellen, vor allem auf Grund der Musik, sehr emotional. Jon Favreau, der bereits bei Iron Man, Iron Man 2 und The Jungle Book Regie geführt hat, hat auch bei Der König der Löwen (2019) in Sachen Regie und Produktion ein gutes Händchen bewiesen. Gut gebrüllt, Disney! Ich vergebe 3,5 Mickey Mäuse.

Was den Film übrigens noch interessanter macht, sind ein paar Sidefacts, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Wusstest du eigentlich, dass…
  • der Schauspieler James Earl Jones sowohl den Mufasa im Originalfilm von 1994 als auch im Animationsfilm von 2019 synchronisiert hat?
  • der Musiker Lebo M. ebenfalls in beiden Teil den afrikanischen Part von The Circle of Life eingesungen hat?
  • Donald Glover nicht nur Schauspieler ist, sondern ebenfalls als Rapper unter dem Namen Childish Gambino bekannt ist und bereits mit zwei Emmys und drei Grammys preisgekrönt wurde?
  • die deutsche Schauspielerin Florence Kasumba (Tatort, The First Avenger: Civil War, Black Panther, Avengers: Infinity War) die Hyäne Shenzi in der Version von 2019 sowohl im Englischen als auch im Deutschen synchronisiert hat?
Florence Kasumba als Shenzi © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Habt ihr den Film schon gesehen? Was haltet ihr von ihm? Wie findet ihr die Musik, die Animation und die sehr originalnahe Umsetzung? Schreibt es mir doch in die Kommentare.

Hakuna Matata, S.

Ein Dank geht an Frandly PR und Disney Deutschland für die Einladung zu den Pressevorführungen.

Filmkritik: A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando

Haltet euch fest, schnallt euch an oder lasst euch einfach nur fallen… denn es wartet ein rasanter Roadtrip auf euch, der wahnsinnige Charaktere, unschlagbare Gags und eine tiefgründige Story bereithält. Leute, ich bin hin und weg!

Die Erfolgsgeschichte der Pixar Animation Studios begann 1995 mit einer einfachen aber ebenso brillanten Idee: Was macht eigentlich unser geliebtes Spielzeug in Abwesenheit der Menschen? Mit Toy Story wurde ein Animationsfilm erschaffen, der mit Hilfe der einzigartigen Geschichte und der liebenswerten Charaktere sowohl Kinder als auch Erwachsene gleichermaßen fesselt. Kein Wunder also, dass es die Fans waren, die nach Fortsetzungen schrien und dass Pixar dem Begehren der Fans folgte. Ganze neun Jahre mussten wir ausharren – zwei Jahre länger als ursprünglich geplant – bis der vierte und vorerst letzte Teil A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando seinen Weg in die Kinos fand. 

Die Story

Woody (Tom Hanks/Michael „Bully“ Herbig) und seine Freunde genießen die neuen Vorzüge in Bonnies Kinderzimmer. Sie sind wieder in den Mittelpunkt eines Kindes gerutscht und leben tagein tagaus das perfekte Leben eines Spielzeugs. Woodys höchste Priorität war es schon immer, für das Wohlergehen seines Kindes zu sorgen, ob für Andy oder Bonnie… Als eines Tages ein aus Müll, Resten und aus einem Göffel gebasteltes „Spielzeug“ namens Forky seinen Weg in Bonnies Kinderzimmer findet, aber dank einer ausgereiften Identitätskrise viel lieber wieder zurück in die Mülltonne möchte, fühlt Woody sich berufen, Forky vom Leben als Spielzeug zu überzeugen. Doch das ist nicht Woodys einzige Herausforderung. Auf einem Familien-Roadtrip wird er mit seiner größten Angst konfrontiert: Die Angst davor, kein Kind zu haben und ein verlorenes Spielzeug zu sein. Besonders das Wiedersehen mit Porzellinchen (Annie Potts/Alexandra Ludwigs), die in den vergangenen Jahren zu einem starken, selbstbestimmten Spielzeug geworden ist, spielt eine große Rolle bei seiner Angstbewältigung. Doch auch wenn die beiden ein Leben als Spielzeug vollkommen gegensätzlich betrachten, haben sie eines gemeinsam: Eine spannende Mission, die sie nur miteinander bestreiten können!

„Being there for a child is the most noble thing a toy can do“ – Woody, Toy Story 4

Um ehrlich zu sein, hatte ich große Angst das Regiedebüt von Josh Cooley zu schauen. Denn mit Toy Story 3 wurde die Messlatte bereits so hoch gesetzt, dass ich mir nicht hätte erträumen können, dass der vierte Teil auch nur ansatzweise dieses Level erreichen könnte. Doch die Angst wurde mir schon in den ersten Sekunden genommen. Ich wurde direkt in den Toy Story-Bann gezogen und bis zur letzten Minute nicht mehr losgelassen! Ich entwickelte plötzlich eine ganz andere Angst – die Angst davor, dass der Film endet. Denn das würde wiederum bedeuten, dass er wirklich endet! (Wie weise!) Und mit ihm, würde eine komplette Ära enden. Für immer und ewig. Panik! 

Wiederholungstäter: Ein Meisterwerk der Animation

Immer wenn man davon ausgeht, dass bereits der Höhepunkt der Animationskünste erreicht wurde, haut Pixar einen neuen Film raus, der alles toppt, was man bisher gesehen hat. A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando ist ein Meisterwerk der Animation! (Auch wenn der Titel echt nicht hätte sein müssen! Warum nicht einfach der Originaltitel Toy Story 4, hm?) Ich bin noch immer sprachlos, wie lebensecht und plastisch der vierte Streich der Toy Story-Reihe umgesetzt wurde. Vom animierten Wasser zu Beginn des Films, bis hin zur Beschaffenheit und Textur der einzelnen Figuren. Wow! Das macht es mir nun noch schwerer abzugrenzen, ob Spielzeug wirklich lebt oder ob es lediglich eine von Pixar ausgedachte Geschichte ist. ;)

Forky ©2019 Disney/Pixar

Emotionschaos pur!

Pixar schafft es zudem immer und immer wieder, tiefste Emotionen in einem zu wecken, ohne dass man auch nur irgendetwas dagegen unternehmen kann. Bei kaum einem Film muss ich so stark und wie auf Knopfdruck schluchzen wie bei COCO – Lebendiger als das Leben und bei Toy Story 3. Die Messlatte wurde sehr hoch gelegt. Aber eines steht fest, A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando reiht sich nun mit ein. Was für ein emotionaler, gar herzzerreißender Film! Das Ende toppt alles, was Pixar bisher geschaffen hat. Mein Toy Story-Herz ist beim vierten Streich der Reihe mit unendlich viel Glück, Freude und ganz tiefer Liebe, zeitgleich aber auch mit großer Trauer gefüllt. Tom Hanks hatte völlig recht damit, dass die Schlussszene „a moment in history“ ist. Dieses Finale schreibt wahrlich Filmgeschichte! Und auch Tim Allen beschreibt die komplette Story als unglaublich emotional. Mein Tipp: Dringend Taschentücher mitnehmen!

Das Emotionschaos hat mich durchgehend übermannt! Denn außer der emotionalen Szenen hat A Toy Story noch viel mehr zu bieten: Einen unschlagbaren Humor. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen, dass A Toy Story (direkt gefolgt von Toy Story 3) der mit Abstand lustigste Teil der Filmreihe ist. Ein Gag ist besser als der andere. Trocken. On point. Für Pixar-Verhältnisse sogar recht derb. Genau wie ich es liebe! Kaum vorstellbar, dass ich neben all der Freudentränen und Tränen der “Trauer” mehrfach vor Schreck aufschreien musste. Was heißt Schreck? Man kann es fast schon Angst nennen! Die neuen Charaktere in allen Ehren, aber der Gruselfaktor der 50er-Jahre-Puppe Gabby Gabby und ihrer Bauchrednerpuppen-Kumpels „The Bensons“ macht mich fix und fertig. 

Charaktere zum Verlieben

Für Toy Story 4 haben der Regisseur Josh Cooley, der Drehbuchautor Andrew Stanton und co. kräftig in die Trickkiste gegriffen und unglaublich ausgefeilte Charaktere gezaubert. Was ist Porzellinchen bitte für ein wahnsinnig gelungener Charakter? Eine dermaßen selbstbewusste, starke, gar inspirierende Frau, die sich ohne Kind durchs Leben boxt und selbstbestimmter kaum sein könnte. Sie ist schon jetzt einer meiner Lieblingscharaktere für immer und immer und immer und ewig! Chapeaux, Pixar! Ich bevorzuge übrigens so sehr ihren originalen Namen „Bo Peep“, nicht zuletzt, weil einer meiner Spitznamen Bo ist. ;) Aber auch Duke Caboom (Keanu Reeves/Michi Beck), ein kanadischer Stuntman, der unaufhörlich sein Können zeigt, oder das Duo Ducky und Bunny, die eine wirklich bedenkliche Psyche haben, oder auch Forke, der der heimliche Star des Filmes ist, werden ganz sicher zu Favoriten des Ein oder Anderen avancieren. 

„Be who you are right now“ – Bo Peep, Toy Story 4

Bo Peep ©2019 Disney/Pixar

Und trotz der tiefen Liebe, die ich schon jetzt für A Toy Story hege, muss ich gestehen, dass ich mich dennoch unglaublich schwer damit tue, dass auf den Fußsohlen der Toys – allen voran Woody und Buzz (Tim Allen/Walt van Hauff) – nun „Bonnie“ und nicht mehr „Andy“ geschrieben steht. Autsch!  Den Stich in meinem Herzen spüre ich dauerhaft. Unaufhörlich. Aber Josh Cooley sagte in einem Interview, dass es zwar Woodys Ende mit Andy sei, aber dass jedes Ende auch ein neuer Beginn bedeute. Woodys Beginn mit einem neuen Kind, in einem neuen Kinderzimmer, mit neuem Spielzeug… Und zack, mir kommen direkt wieder die Tränen!

Buzz zu Woody: “Die Mission Andy ist beendet. […] Jetzt geht es nur noch darum, dass wir zusammen bleiben.“ – Toy Story 3

Fazit

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando ist ein Komplettpaket: Auf Grund der emotionalen Ebene, der tiefen und gänzlich neuen Story, der grandiosen Charaktere und vor allem der überragenden Animation ist er einer der besten Filme der gesamten Reihe. Einer der besten Pixarfilme überhaupt!

Und obwohl ich von Beginn an ein eingefleischter Toy Story-Fan bin, vertrete ich die Meinung, dass es keinen vierten Teil hätte geben müssen. Die Trilogie war stimmig, das Ende war besser als man es sich hätte vorstellen können. Dennoch möchte ich betonen, dass ich den vierten Teil keinesfalls mehr missen möchte. Ganz im Gegenteil: Ich würde ihm tatsächlich die volle Punktzahl geben. Aber da der dritte Teil ebenfalls ein toller Abschluss gewesen wäre, vergebe ich viereinhalb Mäuse für Pixars 21. Meisterwerk.

Toy Story 4 ©2019 Disney/Pixar

Ab 15. August 2019 kommt A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando endlich in die deutschen Kinos (aber nicht wundern: Er ist neben Toy Story und COCO der dritte Pixar-Film, der ohne Kurzfilm gespielt wird). A Toy Story ist ein Muss für jeden Toy Story-Fan, ein Muss für jeden Disney•Pixar-Fan, ein Muss für einfach jeden! Ab ins Kino und überzeuge dich selbst.

„Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter.“ – Captain Buzz Lightyear, Toy Story

Wo sind die Toy Story-Fans unter euch? Freut ihr euch auf den vierten Teil? Wie fandet ihr ihn? Lasst es mich liebend gern in den Kommentaren wissen.

Tipps & Tricks: Wie du im Disneyland Paris Zeit sparen kannst!

Manch einer hat die Möglichkeit, das Disneyland Paris mit all seinen magischen Ecken und zauberhaften Attraktionen und Shows über mehrere Tage erleben zu dürfen. Andere wiederum, und das ist vermutlich der Großteil aller Besucher, haben lediglich ein Zeitfenster von ein bis zwei Tagen, um in den Genuss dieser magischen Welt zu kommen. Keine Frage, dass Zeit in diesem Fall das kostbarste Gut ist. Um die begrenzte Zeit, die man hat, bestmöglich nutzen zu können, habe ich 8 Tipps und Tricks parat, die dem Ein oder Anderen durchaus helfen könnten.

Man hat sowohl bereits im Voraus bei der Reiseplanung die Möglichkeit zeitsparend vorzugehen, als auch direkt vor Ort in den Parks.

Die nachfolgenden zwei Tipps solltest du bereits während der Reiseplanung berücksichtigen.

1. Hauptsaison vermeiden

Das Disneyland Paris ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Wow! Pure Magie an jedem einzelnen Tag des Jahres. Dennoch gibt es ein paar Tipps, wie du durch die Wahl des Zeitraums deiner Reise massig Zeit in den Parks sparen kannst.

Nach Angaben des Disneylands Paris sind die Parks zwischen Mitte Januar und Mitte Mai am wenigsten besucht. Der Vorteil daran ist, dass die Wartezeiten bei weniger Besuchern natürlich entsprechend kürzer sind.

Wer jedoch lieber in den Sommermonaten oder an Wochenenden ins Disneyland Paris geht, kann immerhin von längeren Öffnungszeiten profitieren. Diese variieren nämlich je nach Jahreszeit und Wochentag. Natürlich bieten die längeren Öffnungszeiten die Möglichkeit, länger die Parkangebote nutzen zu können. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass auch der Besucherandrang größer ist und die Warteschlangen entsprechend länger sind.

Die Besucherzahlen sind ganzjährig zur Mitte der Woche (dienstags bis donnerstags) am Geringsten. Insofern bietet es sich besonders an, das Disneyland Paris unter der Woche zu besuchen. Ganz besonders wichtig ist es jedoch zu beachten, wann die Schulferien der Franzosen sind. Denn während der französischen Schulferien sind die Parks sowohl an Wochenenden als auch an den Wochentagen extrem voll.

Plane deine Reise also unter der Woche zwischen Mitte Januar und Mitte Mai und du dürftest, was die Wartezeiten betrifft, auf der sicheren Seite sein.

Frühling im ©Disneyland Paris

2. Zauberhafte Extrazeit

Wenn du zu den glücklichen Parkbesuchern zählst, die ein Zimmer in einem der Disney Hotels gebucht haben (Halleluja), dann hast du die Möglichkeit, die Zauberhafte Extrazeit zu nutzen. Das bedeutet, dass du bereits bis zu zwei Stunden vor der offiziellen Parköffnung in die Disney Parks gehen darfst (und nochmals ein kräftiges Halleluja). Die Zauberhafte Extrazeit dient vor allem dazu, Mickey und seine Freunde zu treffen, um schöne Erinnerungsfotos zu machen. Außerdem erhält man bereits vor den offiziellen Öffnungszeiten Zutritt zu ausgewählten Attraktionen der Parks, damit man schon vor allen anderen Gästen exklusiv einige Runden drehen kann. 

Alles, was nötig ist, um in den Genuss der zusätzlichen Stunden Disneyzauber zu kommen, ist, sich einen Aufenthalt in einem der Disney Hotels zu gönnen. Es ist nicht gerade die günstigste Variante um Zeit zu sparen, sie ist aber definitiv eine Überlegung wert. Denn wer hat nicht schon mit dem Gedanken gespielt, in einem der zauberhaften Disney Hotels abzusteigen?

Disney’s Hotel Newport Bay Club ©Disneyland Paris
Disney’s Hotel Cheyenne ©Disneyland Paris

Während des Aufenthalts im Disneyland Paris gibt es weitere Möglichkeiten, um unnötiges Warten und Anstehen zu umgehen. Die nachfolgenden Tipps kannst du vor Ort berücksichtigen.

3. Disneyland Paris App

Die Disneyland App ist unglaublich hilfreich, um immer und überall einen Überblick darüber zu haben, wie lang die Wartezeiten der einzelnen Fahrgeschäfte im Disneyland Park und in den Walt Disney Studios sind. Die Wartezeiten der meisten Attraktionen ändern sich im Laufe des Tages immer mal wieder, weshalb es Sinn macht, sie regelmäßig im Blick zu behalten. Das Resultat ist natürlich, dass man kreuz und quer und keinesfalls logisch strukturiert durch die Parks rennen muss, um die kurzen Wartezeiten „abzugreifen“. Aber letztendlich spart man dadurch unglaublich viel Zeit. Und man tut zeitgleich etwas für seine Figur. ;) Ich habe es schon fertig gebracht, ganze 24 km an einem Tag in beiden Parks zurückzulegen.

Die App bietet zudem einen Überblick, wo und wann die Shows, die Meet ’n‘ Greets mit deinen Lieblingen und die Paraden stattfinden, was sich ebenfalls als hilfreich für die Tagesplanung erweisen kann. Du kannst dir die Disneyland App hier herunterladen.

Disneyland Paris App

4. Single Rider

Ein weiterer Service, den das Disneyland Paris anbietet, ist das Single Rider-System. Der Service wendet sich an Parkgäste, die bereit sind, ausgewählte Attraktionen nicht mit den Begleitern gemeinsam zu fahren. Neben dem regulären Eingang, gibt es einen weiteren Eingang, der für solche Single Rider vorgesehen ist. Man kann sich selbstverständlich mit seiner Gruppe gemeinsam anstellen, man wird dann jedoch einzeln einem Wagen bzw. Sitzplatz zugeordnet. Man dient dann quasi als „Lückenfüller“, damit möglichst keine Wagen leer fahren.

Bei folgenden Attraktionen wird der Single Rider-Service angeboten:

DISNEYLAND PARK

  • Star Wars: Hyperspace Mountain

WALT DISNEY STUDIOS PARK

  • RC Racer
  • Toy Soldiers Parachute Drop
  • Crush’s Coaster
  • Ratatouille: The Adventure

Es kam schon vor, dass ich bei Ratatouille: The Adventure in der Single Rider-Warteschlange lediglich zwei Minuten anstand und so die reguläre Wartezeit von (zu diesem Zeitpunkt) 50 Minuten umgehen konnte. Und dafür nehme ich gern in Kauf auch mal allein, getrennt von meiner Begleitung zu fahren. Bei einigen Attraktionen lohnt sich das Angebot enorm.

5. FASTPASS – Die kostenfreie Variante

Das Disneyland Paris bietet bei einigen Attraktionen einen besonderen Service an, um lange Warteschlangen zu umgehen. Das FASTPASS-System kann ohne zusätzliche Kosten von jedem Parkbesucher genutzt werden. Direkt bei den teilnehmenden Fahrgeschäften befindet sich ein ausgewiesener Bereich, bei dem du deinen FASTPASS ziehen kannst. Dafür hältst du deine Eintrittskarte an den FASTPASS-Automaten, woraufhin dein FASTPASS ausgeworfen wird. Auf dem Ticket ist ein Zeitfenster von einer halben Stunde vermerkt, in welchem du zur Attraktion zurückkehren kannst. Du musst dich dann nicht bei der regulären Warteschlange anstellen, sondern kannst mit deinem Ticket den FASTPASS-Eingang nutzen. Dort beträgt die Wartezeit nicht länger als ein paar Minuten. In der Zwischenzeit (zwischen Ausgabe und Einlösung des Tickets) kann man wunderbar mit Hilfe der Disneyland App andere Angebote der Parks nutzen. Wir wollen doch keine freie Zeit ungenutzt lassen!

Aber bitte beachte: Es kann pro Person nur ein FASTPASS gezogen werden. Ein weiteres Ticket kann erst ausgegeben werden, nachdem das erste benutzt wurde oder zwei Stunden nach Ausgabe des ersten Tickets.

Nicht jede Attraktion bietet diesen Service an. Die entsprechenden Attraktionen sind sowohl im Parkplan als auch in der App gekennzeichnet. Für nachfolgende Fahrgeschäfte kann man aktuell einen FASTPASS ziehen:

DISNEYLAND PARK 

  • Big Thunder Mountain
  • Indianer Jones and the Temple of Peril
  • Peter Pan’s Flight
  • Buzz Lightyear Laser Blast
  • Star Tours
  • Star Wars: Hyperspace Mountain

WALT DISNEY STUDIOS PARK 

  • Rock’n’Roller Coaster starring Aerosmith
  • The Twilight Zone Tower of Terror
  • Ratatouille: Das Abenteuer
FASTPASS- und Single Rider-System ©Disneyland Paris


6. FASTPASS – Die kostenpflichtige Variante

Zusätzlich zu der kostenfreien Variante des FASTPASS-Systems, kann man nun zwei weitere Varianten käuflich erwerben. Der Super FASTPASS und der Ultimate FASTPASS unterscheiden sich wie folgt:

Kostenpflichtige FASTPASS-Optionen ©Disneyland Paris

Zugegeben, so richtig günstig sind die FASTPASS-Optionen nicht. Aber es kann ja durchaus mal vorkommen, dass man sich so richtig was gönnen möchte. Wobei ich persönlich stattdessen wohl eher einen weiteren Tag in den Parks einplanen würde.

Die Tickets werden vor Ort an den Eingängen zu den Disney Parks, in den Disney Hotels, in der City Hall im Disneyland Park und bei den Studio Services im Walt Disney Studios Park verkauft. Man kann sie ebenfalls online auf der Website des Disneylands Paris bis zu zwei Tage vor dem Besuch erwerben. Die täglich verfügbare Anzahl der FASTPASS-Optionen ist begrenzt, weshalb es sinnvoll wäre, die Tickets bereits im Voraus zu erwerben.

Da einige Optionen nur für bestimmte Attraktionen gelten, solltest du dich vorher auf jeden Fall auf der Website nach eventuellen Schließungen von Attraktionen informieren.

Übrigens: Inhaber der Infinity und Magic Plus Jahreskarte erhalten eine spezielle Ermäßigung auf die FASTPASS-Tickets. Die Höhe der Ermäßigung kann telefonisch erfragt werden.

7. Paraden und Shows

Überlege dir gut, welche Shows und Paraden du dir anschauen möchtest. Informiere dich am Besten bereits im Voraus, was dich dort jeweils erwartet, damit du entscheiden kannst, welche du in deiner Tagesplanung berücksichtigen möchtest. Denn es macht durchaus Sinn die Zeit der Paraden und der Shows zu nutzen, um deine Lieblingsattraktionen zu fahren. Eine Großzahl der Besucher schaut sich nämlich genau diese an, weshalb die Attraktionen währenddessen weniger besucht sind.

Parade “Stars on Parade” ©dein-dlrp.de
Show “Mickey & the Magician ©Disneyland Paris

8. Stoßzeiten vermeiden

Vormittags ist der Park nicht so gut besucht wie nachmittags. Es bietet sich also an, besonders vormittags die Attraktionen zu fahren, die auf deiner To-Do-Liste stehen. Abends hat man dann auch wieder die Chance auf kurze Wartezeiten. Ich habe beispielsweise im Mai um 21:30 Uhr lediglich 15 Minuten für Big Thunder Mountain angestanden. Eine absolute Rekordzeit für eine der beliebtesten Attraktionen der beiden Parks.

Man sollte es ebenfalls vermeiden, sich im Park zur Mittagszeit und abends für Essen anzustellen. Die Wartezeit kann nämlich selbst in den Restaurants ewig sein. Vormittags und nachmittags bietet es sich eher an, in den Parks essen zu gehen. Wenn du dennoch direkt zur Mittagszeit oder eben abends essen gehen möchtest, gibt es zahlreiche gute Alternativen im Disney Village (u. a. FiveGuys, Vapiano, Earl Of Sandwich, Starbucks, McDonald’s etc.). Einfach für einen kurzen Abstecher den Park bzw. die Studios verlassen, kurz zum Disney Village rüberlaufen, etwas futtern und direkt wieder zurück in einen der Parks gehen. Es wäre doch schade, wenn man zu viel Zeit beim Anstehen für das Essen verschwendet. Nicht falsch verstehen, ich LIEBE essen, aber Disney liebe ich noch viel mehr. ;)

Und noch ein kleiner Tipp: Nehme dir doch etwas Essen und Getränke mit in das Disneyland Paris. Während man bei den Attraktionen ansteht, lässt es sich besonders gut snacken. Und man verschwendet nicht unnötig Zeit.

Ich hoffe, meine Tipps helfen dir…

…deinen nächsten Tripp ins Disneyland Paris besonders zeitsparend zu planen, ganz viele Attraktionen fahren zu können und unglaublich viele Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen!

Bitte lass mich doch in den Kommentaren wissen, ob der Artikel hilfreich für dich ist. Vielleicht hast du sogar auch ein paar Tipps parat? Dann gern her damit. :)

Liebst, S.

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