Tom Hanks

Filmtipp: Saving Mr. Banks

Wer kennt es nicht, das wohl außergewöhnlichste Kindermädchen aller Zeiten? Seit vielen Jahrzehnten begeistert Mary Poppins Menschen in aller Welt! Pamela Lyndon Travers (bürgerlich Helen Lyndon Goff) hat mit ihren Romanen eine wahrlich liebenswerte Figur erschaffen, die besonders seit Walt Disneys Musical-Verfilmung von 1964 nicht nur die Kinder unter uns verzaubert.

Disneys Mary Poppins ist ein Meistwerk, das vollkommen zu recht im Jahr 1965 in dreizehn Kategorien für den Oscar nominiert und letztendlich mit fünf Oscars prämiert wurde. Nicht zuletzt haben Hits wie „Supercalifragilisticexpialigetisch“ und „Wenn ein Löffelchen voll Zucker“ zu dem außergewöhnlichen Erfolg verholfen. Die Komponisten-Brüder Richard M. Sherman und Robert B. Sherman gewannen den Goldjungen in den Kategorien Bester Song („Chim Chim Cher-ee“) und Beste Original-Musik. Weitere Siegerkategorien waren Bester Schnitt und Beste visuelle Effekte. Außerdem gewann die bezaubernde Julie Andrews den Oscar als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle als Mary Poppins.

Vielleicht fragst du dich jetzt, was mein Filmtipp mit Mary Poppins zu tun hat? Ganz einfach! Nicht nur die ersten beiden Mary Poppins-Romane von P. L. Travers boten eine perfekte Grundlage für eine Verfilmung. Auch der Entstehungsprozess des Films von 1964 lieferte genug Stoff, um darüber einen ganz eigenen Film zu produzieren: Saving Mr. Banks.

Walt Disney (Tom Hanks) hat seinen beiden Töchtern Diane und Sharon in Kindheitstagen immer und immer wieder P. L. Travers‘ (Emma Thompson) Romane Mary Poppins vorgelesen. Weil alle drei so begeistert von dem zauberhaften Kindermädchen waren, versprach Walt Disney seinen Töchtern schon damals, die Romane auf die große Leinwand zu bringen. Er versuchte fortan hartnäckig die Filmrechte zu bekommen, jedoch ohne jeglichen Erfolg. Erst 20 Jahre später, im Jahr 1961, trat P. L. Travers mit Walt Disney in Verhandlungen – eher widerwillig, denn Grund für ihren Sinneswandel waren finanzielle Schwierigkeiten, die sie mit dem Projekt überstehen wollte und nicht etwa der Wunsch nach der Erschaffung eines grandiosen Films. Denn Travers verabscheut Trickfilme und somit die Arbeit von Walt Disney.

Entsprechend schwierig gestalteten sich die zweiwöchigen Verhandlungen, die in Los Angeles durchgeführt wurden. Travers bestand hartnäckig darauf, dass der Film weder Zeichentrickelemente, noch Gesang, noch die Farbe rot enthält. Walt Disneys Verlangen, das Versprechen zu erfüllen, das er seinen Töchtern gegeben hat, lässt ihn immer wieder nachgeben. Vorerst!

„Ja, das hab ich mir gleich gedacht, außergewöhnlich dickköpfig und naseweis.“ – Mary Poppins

Saving Mr. Banks ist nicht nur für Mary Poppins-Fans ein absoluter Muss. Besonders diejenigen, die an Walt Disney selbst interessiert sind, kommen um das Meisterwerk von John Lee Hancock, das im Oktober 2013 Premiere feierte, nicht herum.

Wenn du Saving Mr. Banks noch nicht gesehen hast, wünsche ich mir, dass du es schleunigst nachholst. Solltest du ihn doch schon gesehen haben, wünsche ich mir, dass du ihn dringend noch einmal schaust. Und zuletzt wünsche ich mir den Dschinni frei! ;)

“Was sein muss, muss sein!” – Mary Poppins

Und wer sich übrigens fragt, was der Titel mit dem Film zu tun hat, hat einen weiteren Grund ihn zu gucken (wenn man denn wirklich nach Gründen suchen muss). Denn bei Saving Mr. Banks kommt es immer wieder zu Rückblenden in die Kindheit von P. L. Travers, in denen deutlich wird, wie eng die Geschichte von Mary Poppins mit Travers eigener Kindheit verwoben ist. Und eins kann ich euch verraten: Colin Farrell spielt wortwörtlich eine große Rolle in den Rückblenden (hach!). Das ist nun wirklich der letzte Grund, den ich euch liefere, den Film zu schauen…

Lege dich auf die Couch, mache dir einen Tee, süße ihn mit einem Löffelchen voll Zucker und lasse dich verzaubern von Saving Mr. Banks. Und dann lasse mich bitte unbedingt wissen, ob er dich genau so verzaubert hat wie mich.

Liebst,

S.

 

Bilder: Disney Movies

Instagram

Copyright © 2018 · Theme by 17th Avenue